Konfirmation Hausen
Am Sonntag, 31. Mai, um 10.30 Uhr feiern wir in Hausen
unseren diesjährigen Konfirmationsgottesdienst.
In diesem festlichen Gottesdienst werden neun Konfirmandinnen und Konfirmanden eingesegnet und bekräftigen ihren Glauben vor Gott und der Gemeinde.
Es war mir eine besondere Freude, diesen – sicher einen meiner schweigsamsten – Kurse in den vergangenen Monaten zu begleiten.
Auch wenn es manchmal ruhiger zuging, so steckte doch viel in dieser Gruppe.
Vor allem bei der St.-Martin-Aufführung sind die Jugendlichen über sich hinausgewachsen: Mit großem Mut haben sie ihre Komfortzone verlassen und den Kindern – und uns allen – sicherlich eine bleibende Erinnerung geschenkt.
Der Kurs war klein an Zahl, aber groß an Kreativität. Weniger mit vielen Worten, dafür mit umso mehr künstlerischem Gestaltungswillen und einer guten Portion Humor haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden unsere gemeinsame Zeit geprägt.
Unvergessen bleibt für mich auch die schier unendliche Einheit „Ich packe meinen Koffer“. Was ursprünglich als kleines Aktivierungsspiel gedacht war, entwickelte sich zu einer beeindruckenden Gedächtnisleistung: Am Ende hatten wir tatsächlich über 50 Begriffe im Koffer gesammelt.
Diese jungen Menschen haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie ein Gedächtnis wie ein Elefant besitzen.
Ich freue mich sehr darauf, mit euch eure Konfirmation zu gestalten und diesen besonderen Gottesdienst gemeinsam zu feiern. Und ich hoffe, viele von euch auch nach eurer Konfi-Zeit immer wieder einmal zu treffen.
„I have a dream“ – Ein hoffnungsvoller Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden
Am Sonntag, den 8. März 2026, wurde die Hausener Kirche in Neu-Anspach zu einem Ort voller Leben, Musik und Hoffnung. Zum Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 2026 kamen viele Familien, Freunde und Gemeindemitglieder zusammen, um gemeinsam einen besonderen Gottesdienst zu feiern.
Unter dem Motto „I have a dream“ gestalteten die Jugendlichen den gesamten Gottesdienst selbst und nahmen die Gemeinde mit hinein in ihre Gedanken, Hoffnungen und Träume für die Zukunft. Von der Begrüßung über Gebete und Lesungen bis hin zu Fürbitten und Predigtbeiträgen gestalteten die Konfirmandinnen und Konfirmanden den Gottesdienst eindrucksvoll selbst und damit, wie lebendig und tief jugendlicher Glaube sein kann.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Band der "Jungen Kirche Usinger Land" begleitet. Mit modernen Liedern und einer spürbar mitreißenden Energie sorgte sie für eine besondere Atmosphäre. Die Liedtexte wurden projiziert, sodass die ganze Gemeinde gut mitsingen konnte. Besonders bewegend war das Lied „Oceans“, das von der Band eindrucksvoll interpretiert wurde und viele Menschen in der Kirche berührte.
Ein Höhepunkt des Gottesdienstes war die Predigt, die die Konfirmandinnen und Konfirmanden selbst gestaltet hatten. In einer kreativen Mischung aus Texten, Bildern, gemalten Motiven und kurzen Videos erzählten sie von ihren Träumen: von einem guten Leben für alle Menschen, von einem respektvollen Miteinander und von einer Welt voller Frieden und Gerechtigkeit. Ihre Gedanken machten deutlich, wie ernst sie sich mit Fragen nach der Zukunft, nach Verantwortung und nach Gottes Hoffnung für diese Welt auseinandersetzen.
Symbolisch wurden diese Wünsche am Ende sichtbar: Die Jugendlichen schrieben ihre Hoffnungen auf Papierflieger und ließen sie durch die Kirche fliegen – ein lebendiges Bild für Träume, die auf den Weg gebracht werden.
Der Gottesdienst war sehr gut besucht und von einer offenen, warmen und gemeinschaftlichen Stimmung geprägt. Besonders eindrucksvoll war der Abschluss: Als alle Konfirmandinnen und Konfirmanden noch einmal nach vorne gerufen wurden, dankte die Gemeinde ihnen mit stehenden Ovationen.
So blieb am Ende nicht nur die Erinnerung an einen schönen Gottesdienst. Vor allem entstand ein starkes und hoffnungsvolles Bild: Wenn so viele junge Menschen ihren Glauben ernst nehmen, ihre Ideen einbringen und gemeinsam von einer besseren Welt träumen, dann wächst daraus Zuversicht – für die Kirche und für die Zukunft.
"Aura der Freiheit – berufen, echt zu sein"
Mit einem festlichen Einführungsgottesdienst wurden 30 neue Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Gemeinde begrüßt.
Der Gottesdienst stand unter dem Thema "Aura der Freiheit" und stellte die Frage in den Mittelpunkt, was es bedeutet, auf dem Weg zur Konfirmation Glauben und Leben authentisch zu verbinden.
Die Botschaft des Gottesdienstes war: "Jesus ruft nicht in die Enge, sondern in die Weite."
Gemeinsam machen wir uns auf den Weg, miteinander auf der Suche nach dem Gott,
– der frei macht,
– der uns zutraut, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen,
– und der ermutigt, andere mit dieser Freiheit anzustecken.
"Menschenfischer" sein heißt also nicht, andere festzuhalten, sondern ihnen Weite zu eröffnen.
Darum gilt die Einladung: Habt Mut, eure Netze neu auszuwerfen – nicht, um gefangen zu werden, sondern um frei zu werden und diese Freiheit zu teilen.
Dass sich so viele junge Menschen bewusst für eine Zeit in der Kirche öffnen, ist heute alles andere als selbstverständlich.
Der alte Brauch nach dem Motto "Man geht in dem Alter halt zum Konfiunterricht" ist längst überholt.
Umso mehr freut sich die Gemeinde, dass die Jugendlichen bereit sind, sich einzulassen auf eine spannende Zeit voller Begegnungen – miteinander, mit sich selbst und mit Gott.
Nach der Ankunft hieß es erst einmal: Zimmer beziehen, Betten machen und ankommen.
Schon dabei entstanden die ersten Begegnungen und Gespräche – schnell wurde klar, dass hier neue Kontakte und Freundschaften wachsen können.
Gestärkt durch ein reichhaltiges Abendbuffet ging es anschließend in unsere erste inhaltliche Einheit.
Mit viel Neugier und Motivation stiegen wir gemeinsam in die Themen der Fahrt ein.
Doch damit war der Abend noch lange nicht vorbei:
Ein großes musikalisches Spiel sorgte für jede Menge Spaß, Bewegung und eine gute Portion Lautstärke. Es wurde gelacht, gesungen, geschwitzt – und am Ende laut gejubelt.
Nach all der Energie kehrte schließlich Ruhe ein.
In einer besinnlichen Abendandacht sprach unser Pfarrer über das Thema Freundschaft, begleitet vom Lied „Irgendwas, das bleibt“ von Silbermond.
Ein schöner, nachdenklicher Abschluss für einen ereignisreichen ersten Tag.
Der zweite Tag startete etwas verschlafen – kein Wunder nach der kurzen Nacht. Doch nach dem Frühstück ging es inhaltlich tief in unser Thema „Freundschaft“. Gemeinsam überlegten wir, was Freundschaft bedeutet, was ihr gut tut und was ihr schadet. Besonders spannend war die Frage: Kann es eine Freundschaft mit Gott geben – und wie könnte sie gelingen?
Am Nachmittag setzten die Konfis ihre Gedanken kreativ um: In kleinen Gruppen entstanden eigene Kurzvideos mit selbstgebastelten Papierfiguren (Paperclips). So wurden ihre Ideen zu Freundschaft lebendig und originell dargestellt.
Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz: Ob beim Trampolinspringen, Tischtennisspielen, dem Chaosspiel oder bei der Nachtwanderung – Abwechslung war garantiert. Der Tag war intensiv, mit Höhen und Tiefen, Momenten des Aufbaus und Abbaus von Mauern. Doch in der abendlichen Andacht wurde spürbar: Mit Gott können wir über Mauern springen.
Der letzte Tag stand im Zeichen von Packen und Abreise – doch zuvor ging es noch einmal um das, was uns in diesen Tagen besonders beschäftigt hat: Freundschaft.
Die Konfis knüpften Freundschaftsbänder und schrieben ihren Freundinnen und Freunden persönliche Briefe. Dabei wurde deutlich: Freundschaften – ob zu Menschen oder zu Gott – müssen gepflegt werden, damit sie stark bleiben und tragen.
Mit vielen Eindrücken, neu geknüpften Bändern und gestärkten Verbindungen machten wir uns schließlich auf den Heimweg zurück nach Neu-Anspach.
Unsere Konfifahrt war geprägt von Gemeinschaft, Nachdenklichkeit, Spaß und spirituellen Momenten. Wir haben viel über das Thema Freundschaft gelernt – und vielleicht sogar gespürt, dass Gott selbst ein Freund ist, auf den man sich verlassen kann.

